Forschungsprojekt Peer Counseling Lebenshilfe Newsletter

Peer Counseling oder Peer Beratung, also die Beratung von Menschen mit Behinderung durch Menschen mit Behinderung, gewinnt immer größere Bedeutung. Auch die Praxiserfahrungen nehmen zu, wie wir aus etlichen Lebenshilfen wissen. Die Bundesvereinigung war vor einigen Jahren an der Entwicklung eines Curriculums beteiligt und führt seitdem erfolgreich Schulungen zu dem Themenkreis durch.

Wissenschaftlich begleitet wurde ein Projekt des Landschaftsverbandes Rheinland zum Thema Peer Counseling, dessen Ergebnisse nun veröffentlicht werden. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe war hierbei im Beirat des Projektes beratend tätig. Gezeigt hat sich, dass für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung das Konzept weniger weit entwickelt ist als für Menschen mit anderen Beeinträchtigungen. Umso erfreulicher ist es, dass mit den Möglichkeiten des BTHG (§32 SGB IX neu) nun auch dieser Personenkreis in den Genuss von Peer-Beratung kommen – und auch selbst als Berater tätig werden kann.

Die Ergebnisse des Projekts entsprechen häufig den vermuteten positiven Wirkungen von Peer-Beratung. So wurden zum Beispiel sowohl ehrenamtliche als auch hauptamtliche Beratung durch Selbstbetroffene positiv bewertet. Auch wurde der Nachweis erbracht, dass sie zur Persönlichkeitsentwicklung und -stabilisierung beitragen kann.

In Bezug auf Menschen in stationären Unterstützungssystemen wurde festgestellt, dass sie in der Beratung vergleichsweise unterrepräsentiert waren. Hier schlägt die Studie Verbesserungen vor.
Mehr zum Thema Peer Beratung erfahren Sie beim Fachtag der Lebenshilfe Berlin am 20. April 2018!

Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust                             Andreas Zobel
Bundesgeschäftsführerin                                     newsletter@lebenshilfe.de 

bvkm Steuermerkblatt 2017 für Familien mit behinderten Kindern

Das Steuermerkblatt folgt Punkt für Punkt den Antragsvordrucken für die Einkommensteuererklärung 2017 und gibt wichtige Tipps für Familien mit behinderten Kindern.

Dieses Merkblatt soll Ihnen dabei helfen, die Steuervorteile, die Ihnen als Eltern behinderter
Kinder oder als selbst Betroffene zustehen, geltend zu machen.
Natürlich kann es keine Beratung im Einzelfall ersetzen. Seine Aufgabe ist es, Sie beim Ausfüllen der Einkommensteuererklärung für das Kalenderjahr 2017 zu begleiten. Das Merkblatt folgt insoweit in Teil 1 dem Aufbau der Antragsvordrucke der Finanzämter.
Die Angabe rechtlicher Fundstellen, wie z. B. Urteile oder Richtlinien, soll Ihnen helfen, Ihre Rechte wahrzunehmen, falls es zu Unstimmigkeiten mit dem Finanzamt kommen sollte. Reicht der Platz im Formular für Ihre Angaben nicht aus, legen Sie Ihrer Steuererklärung eine Erläuterung bei. Wird etwas nicht anerkannt, muss das Finanzamt Ihnen die Ablehnung erklären. In Teil 2 des Merkblatts werden Erleichterungen bei der Kraftfahrzeugsteuer dargestellt.
Zum Merkblatt geht’s HIER

Tagung Leben pur 2018 in München

Tagung Leben pur
Inklusion und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft darf nicht von der Schwere der Behinderung abhängig gemacht werden, sondern muss auch für Menschen mit Komplexer Behinderung selbstverständlich sein.
Wie kann das in der Schule, beim Wohnen oder auf der Arbeit Realität werden?
Das ist eines der Themen bei der Tagung Leben pur 2018 in München.
Mehr Infos und Anmeldung unter diesem Link:
https://www.stiftung-leben-pur.de/t…/tagungen-leben-pur.html

Neuigkeiten aus dem hohen Norden

Neuigkeiten aus dem hohen Norden! Nein, nicht aus Hamburg, und auch nicht aus Niebüll

Wir berichten diesmal über die Schlüsselübergabe zu dem neuen Hauptzentrum der konduktiven Förderung in Norwegen. PTØ Norge zieht in eine Vorstadt von Oslo, nach Gardemoen, um. Die neuen Räumlichkeiten bieten auf 874 m2 viel Platz für Konduktive Förderung. Die ersten Kinder kommen bereits am 5. Februar .

Wir gratulieren für die norwegischen Kolleginnen, und wünschen einen guten Start, viel Spaß und gute Erfolge!

Mehr über das neue Gebäude mit Bilder HIER

Wer mehr über die Konduktive Förderung in Norwegen lesen möchte, kann hier weiterklicken

HANDICAPTATION – Ein Blog über das Thema „Aktiv mit Handicap“

Die Bloggerin schreibt selbst:

„Auf meiner Website dreht sich alles um das Thema „Aktiv mit Handicap“. Denn Aktivität ist wichtig, egal in welcher Situation man sich gerade befindet. Und Aktivität ist möglich, das gilt es zu verstehen. Egal in welchem Bereich des Lebens die eine oder andere Sache nicht so funktioniert, wie bei „normalen Menschen“, schau´ dir die Welt an, setz dir Ziele und erlebt tolle Sachen! Doch natürlich wissen wir alle, dass es Menschen mit einer Einschränkung manchmal nicht gerade leicht gemacht wird, einfach zu leben und zu handeln, so wie all die anderen. Das liegt oftmals schon an ein paar Treppenstufen oder der fehlenden Blindenschrift.“

Lesen Sie die tollen Beiträge HIER

Die Lebenshilfe wird 60!

Zum 60. Geburtstag hat die Lebenshilfe ein ganz besonderes Musikvideo herausgebracht: „Hey, Welt!“, ein Film für alle, die aufs Miteinander stehen – ach nein, besser: tanzen!

Zum Video geht’s hier

 

bvkm Fachtag in Hamburg

Fachtag in Hamburg mit dem Thema: Das Bundesteilhabegesetz und seine Auswirkungen in der Praxis

Herr Bernhard Jürs Vorstand Schritt für Schritt Hamburg e.V. berichtet:

„Die Freiheit, woanders zu arbeiten“ – Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) und seine Auswirkungen in
der Praxis: Eine Veranstaltung des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen
e.V. (bvkm) am 24.11.2017 in Hamburg.
Die Veranstaltung war mit TeilnehmerInnen aus vielen Bundesländern gut besucht. In einem
Einführungsvortrag wurden die neuen Regelungen beruflicher Teilhabe im BTHG vorgestellt.
Herausgehoben wurde dabei vom Referenten das hohe Niveau der Werkstätten in Deutschland. Es
sei das größte Werkstättensystem in Europa, wahrscheinlich in der ganzen Welt.
Anschließend wurden in vier parallelen Workshops die neuen beruflichen Möglichkeiten, die
Chancen zur Inklusion, sowie die Mitbestimmungsregelungen im BTHG vertieft. Ein Workshop
befasste sich mit der Situation für Menschen mit hohem Hilfebedarf. Dieser Workshop fiel dann aber
doch aus dem Rahmen, weil dieser Personenkreis leider nicht im BTHG berücksichtigt wird, „da keine
wirtschaftlich verwertbare Arbeitsleistung“ vorhanden sei.
In der abschließenden Schlussrunde wurde thematisiert, dass die Situation und die bisherige
Umsetzung des BTHG in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich sei.
Die Frage, ob das BTHG „ein Meilenstein oder Flop sei“ wurde dann nicht einheitlich von den
WorkshopleiterInnen und TeilnehmerInnen beantwortet. Das Fazit war, dass das BTHG kein
Meilenstein sei, aber eine Verbesserung darstellt, u.a. durch:
Stärkung der Arbeitnehmerrechte, dem Budget für Arbeit, der Zulassung anderer Anbieter, dem
Wahlrecht in mehreren Einrichtungen tätig sein zu dürfen sowie der Einrichtung von
Frauenbeauftragten. Negativ wurde betont, dass Menschen mit hohem Hilfebedarf vom BTHG
ausgeschlossen sind. Und das betrifft leider einen sehr großen Teil unserer Vereinsmitglieder.

Bernhard Jürs
SCHRITT für SCHRITT e.V., Hamburg

Sternstunden-Adventskalender im BR

Ein Beitrag über unseren Mitglied die Private Schulen Oberaudorf-Inntal im Sternstunden-Adventskalender des Bayerischen Rundfunks HIER

Die Einrichtung Petö und Inklusion GmbH hat im Schuljahr 2013/2014 die private inklusive Grundschule Oberaudorf-Inntal eröffnet, die in der Betreuung von behinderten und nicht behinderten Schülern völlig neue Wege geht. Hier wird individualisierter Unterricht, konduktive und motorische Förderung und täglicher Inklusionssport geleistet, das Konzept ist in Deutschland einmalig. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach Plätzen. Diese sollen nun von 72 auf 90 erhöht werden, zudem können die Grundschüler später auch die dazugehörige Mittelschule besuchen. Sternstunden fördert die Finanzierung von barrierefreien neuen Räumen und Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Schulqualität. Auch Sternstunden-Patin und Bayern-1-Moderatorin Susanne Roher ist begeistert von dem neuartigen Konzept. (Patin: Susanne Rohrer)